Theilen hingegen, z. B. an den Gliedmaßen, am Rumpfe, am Kopfe, am Herzen gerathen sie bey stärkerem Reizen in Zuckung, so daß sie augenscheinlich während ihrer Wirkung abwechselnd sich kräuseln, und beym Nachlassen der Zuckung sich strecken, oder mit Schnelligkeit ein - oder etlichemal hin- und herfahren, oder mit Einem Worte zittern. Eine Erscheinung, die schlechterdings bey keinem andern thierischen Theile, außer der lebendigen Muskelfaser bemerkt wird.
§. 35 -
Ferner giebt es eine Verschiedenheit unter den Muskelfasern darin: i) Daß wir einige nach Will- kühr in Zusammenziehung bringen oder bewegen können, oder daß einige dem Hirne gehorchen, Will- kührl i che Muskeln (Musculi voluntarii). Freylich bewegen die Menschen meist ihre Muskeln, ohne daß sie es wissen: sie wollen just nicht den Muskel bewegen, sondern nur, was die Folge davon ist; z.B. Gehen, Stehen, u.s.f. Nur des Willens, den Fuß zu bewegen, aber weder der Muskeln, die dies Bewegen verrichten, noch der Nerven, durch welche derWille auf die Muskeln wirkt, sind wir uns bewußt. 2) Daß wir andere hingegen durchaus nicht bewegen können, oder daß andere dem Hirne nicht gehorchen, Unwill- k ü h r l i ch e Muskeln (Musculi automatici oder vitales, involuntarii, spontanei); z.B. dasHerz,derDarmcanal.