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5) Je länger ein Mensch krank lag/ desto blasser pflegen seine Muskeln zu erscheinen.

Das Fleisch mit Sauerstoff überladener Thiere ist zäher/ harter, weniger saftig/ rother oder dunke­ler, als das Fleisch von Thieren, denen es am Sauer­stoff fehlte.

6) Muskeln, die in gemeiner frischen Luft ent­blößt werden, erhalten nach einigen Stunden eine lebhaftere Rothe, die in sogenannter dephlogistisirter Luft noch zunimmt; in entzündbarer und phlogisti- schcr Luft hingegen abnimmt.

Ueberhaupt aber scheint die Nöthe der Muskel­fasern mit der Beschaffenheit des Blutes in Verhält­niß zu stehen. Je dunkler, dicker das Blut, desto röther, kirschbrauner die Muskeln; je Heller, wässeri­ger das Blut, desto blasser, gelblicher die Muskeln 4 . Daher bey Wassersüchtigen die Muskeln wie nachdem Einwässern aussehen.

In schwachen, blassen, besonders weiblichen Kör­pern, sind oft die Fasern dünner Muskeln so blaß, daß man sie kaum mit aller Mühe entdecken kann.

Durchs Auswaschen, Einwässern, Kochen im Wasser, oder Aufbewahren im Weingeiste geht diese Nöthe allmählig verlohren.

. 4) Kälbern zapft man Blut ab, um ihr Fleisch weiß zu machen.

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