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Knochen geheftet liegen, folglich sich nicht zusammenziehen können, folglich auch das Blut nicht mit neuer Kraft eintreiben können.
Die Haute der Hirnarterien sind die dünnsten, feinsten, können also auch nicht so kräftig als andere wirken. Endlich ist die Bewegung des Bluts im Hirn gleichmäßig und langsamer als in andern Theilen 8 .
4) Auch die Nothwendigkeit des Schlafes bewiese es. Im Wachen gienge nämlich Nervensaft verlohren, der im Schlafe ersetzt würde. Allein das Verlohrene muß ja eben sowohl ersetzt werden, wenn auch die Nervenfäden als solide Theile etwas verlieren; nicht zu gedenken, daß hier der Verlust eines Saftes schon angenommen wird, dessen Existenz erst bewiesen werden soll.
5) Die Nerven würden nicht mit dem übrigen Körper wachsen können, wenn sie nicht hohl wären. — Warum wachsen denn andere nicht hohlen Theile? z. B. die Knorpel?
6) Die Bewegung müßte eine fortschreitende (progressive) seyn, da sie nicht eine zitternde seyn könnte. Allein kann sie nicht eben so gut, wie andere Materien, z. B. die elektrische, fortschreiten, ohne deshalb durch eigene Kanäle dringen zu müssen.
8) kloorerrvlist Diss. de spiritibus Nervorum L. P.
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