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schen dem Bande und seiner fernern Verbreitung; be­hält es aber zwischen dem Bande und dem Hirne. Auch kehrt sein Empfindungsvermögen wieder, so­bald man die Unterbindung löst.

4 ) Jeder durchschnittene Nerve verliert augen­blicklich sein Empfindungsvermögen zwischen dem Schnitte und seiner fernern Verbreitung, behält es aber zwischen dem Schnitte und dem Hirne. Nach der Zusammenheilung kehrt es, wohl nur selten, und nie vollkommen wieder zurück.

5 ) Je mehrere Nerven ein Theil besitzt, desto empfindlicher ist er unter übrigens gleichen Umständen nach der §. 88- angegebenen Stuffenleiter; daher ist die Markhaut des Auges der empfindlichste Theil, der auch allein vom Lichte gerührt wird.

6) Theile, die keine Nerven besitzen, haben auch keine Empfindung, so die Knorpel, die Knochen, die Bänder, die Gelenkkapseln, die Beinhaut, und alle übrigen Häute, und die Eingeweide 6 .

Daß aber das Bewußtseyn der Empfindung im Hirne geschieht, ist bey Betrachtung des Hirnes im Zo8. §. bewiesen.

6 ) Mit vielen Belegen hat dies Hallet Elem. physiol-

Tom. 4. pag. 27z, bewiesen.