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Betrachtung der lebendigen Nerven.

§. 337 -

Die Nerven dienen zur Empfindung»

Alle Nerven, ohne Ausnahme, kommen darinn überein, daß sie die ausschließlichen Werkzeuge abge­ben, mittelst welcher eine Empfindung ins Hirn ge­langt. Einige unter ihnen aber bewirken noch über­dies die Zusammenziehung der Muskeln.

Daß die. Nerven die einzigen Empfin­dung s w e r k z e u g e si n d, beweisen folgende Gründe:

r) Jeder Nerve verursacht heftigen Schmerz, wenn er zu sehr angezogen, gestoßen, gedruckt, mit scharfen Sauren oder Feuer berührt, unterbunden, angestochen oder durchschnitten wird.

2) Jeder hinlänglich gedrückte Nerve kann zwi­schen der Stelle, wo er gedruckt wird, und seiner fer­nern Verbreitung gestochen oder auf irgend eine Art verletzt werden, ohne daß man Schmerz empfindet; oder sein Vermögen zu empfinden ist unterbrochen, gehemmet, hingegen zwischen dem Hirne und der ge­druckten Stelle bleibt das Gefühl. Hört der Druck auf, so kehrt auch sein Empfindungsvermögen wie­der, falls er nicht zu sehr gelitten hatte.

3) Jeder unterbundene Nerve verliert auf gleiche Art augenblicklich sein Empfindungsvermögen zwi-