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Die letzte Endung dieses Ncrvens hat daher die meiste Ähnlichkeit mit der Verbreitung des Hörner» vens und Sehnervens.

Beschaffenheit des Riechnerven in Kindern.

§. 150.

In Embryonen von drey Monathen erscheint der Riechnervs unter allen bey weitem als der dickeste, ja sogar hohl, und steht wie ein krummes Horn vom vorderen Hirnlappen ab. Luft, die man in seine Hoh- ligkeit blast, dringt in die Seitenhirnhöhle. Auch bey ausgetragenenKindern ist dieser Nerve noch grau, mehr rundlich als eckig, kürzer, weicher, deutlicher faserig, und im Verhältnisse zu andern Nerven auch dicker, als bey Erwachsenen, und daher vielleicht empfindlicher als nachher 4 - §. i5 r.

Bald findet man den rechten Riechnerven, bald den linken größer; oft ist aber diese ungleiche Größe nur scheinbar; weil nämlich ein tieferm seiner Furche liegender Nerve, so lange er nicht abgelöset ist, schmäler und daher kleiner, als ein fiächerliegender, scheint.

4) Hiemit harmonirt wenigstens der Gedanke von Dar« wiN/ daß den Säugling vorzüglich der Wvhlgeruch der Milch an die Brust seiner Mutter zöge. ZoononüaYei' I. London 1794, Sect. XVI. .