haut des Auges, das ist, die Ausbreitung des Markes des Sehnervens in Seifensiederlauge, so zeigt es sich als ein eyweißähnlicher Schleim 8 ,
Zerstört man die äußere Zellhaut eines Nervenö durch schwache Salzsäure, so erkennt man alsdann besser den dichten, silberfarbigen Theil der innern Haut oder der eigentlichen Scheide.
Legt man ein Stück eines Nervenstammes zwölf Stunden lang in Seifensiederlauge, so kann man leicht die Nervenfädchen gleichsam wie aus einer Scheide herausziehen. Endlich löst diese Lauge daS Mark in den Nerven so auf, daß manes mit Wasser ausspülen kann.
Schwache Salpetersäure zerstört die Zellhaut, und die Scheide des Nervens, verhärtet hingegen das Mark, und färbt es schwefelgelb. Anfangs schrumpft der Nerve gewaltig zusammen, nach sechs Tagen aber läßt sich der Zellstoff sanft abspülen.
Salzsäure scheint hierzu zu scharf, doch läßt sie sich zur Darlegung der Nervenfädchen anwenden, falls man behutsam bey dieser Maceration zu Werke geht'.
Kurz: caustisches Laugensalz greift vorzüglich das Mark, mineralische Säure, besonders Salpetersäure, greift vorzüglich den Zellstoff eines Nervens an.
8) Kirkland.
9 ) Reil in seinen vortreflichen Exercitationibus sns- toinicis.