Wird ein Nerve gequetscht, so wird er an der Stelle braunroth, gleichsam durchsichtig, und scheint fetwas geschwollen 2 .
In Menschen, die am Typhus sterben, sieht man die Nerven sehr blutig 3 .
Die Behauptung, daß es besser scheine, im Men- chen einen Nerven ganz, als nur halb, zu durchschneiden, oder als ihn blos anzustechen, ist wohl ein Trugschluß. Denn bey allen Verletzungen, bey allen chirurgischen Operationen, werden ja manche Nerven- fiämme nur zum Theil angeschnitten, ohne. besondere Zufalleju erregen 4 .
§- 14**
Doch scheinen die Nerven, nur die weichen, Riech«, Seh« und Hörnerven ausgenommen, oft langer, als andere Theile, z. B. Muskeln, der Verderbniss zu widerstehen. Man sieht sie bisweilen ringsum mir Eiter umgeben, und doch nicht verdorben *.
2) So fand ich wenigstens die Nerven am Arme und Fuße eines langsam lebendig Geräderten, den Dr H. Leve- ling schickte.
Z) R e i 1 Exercit. anat. Cap. 5.
4) Ausführlicher hat das Ioh. Abernetty in seinen vor-
trestichen Lnrgical and Physiological Observations» London 1793. dargethan. H. Arnemanns frühere Versuche an Thieren stimmen vollkommen damit überein.
z) Chambon Observationes clinicae Observatio 82.
Die Nerven scheinen vvm Brande schwerer, als andere Theile, angegriffen zu werden.