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dem Tode noch einige Schnellkraft besitzt; ob ihm aber diese wesentlich zukömmt, oder nur in seinen.Hauten liegt, ist nicht leicht zu entscheiden, weil man ihn ohne Verletzung nicht rein von seinen Häuten darstellen kann. Im Leben muß er Schnellkraft be­sitzen, um nach einer Ausdehnung oder Spannung auf seine vorige Kürze wieder zurückkommen zu können.-

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Auch springt cm Nerve von einander, wenn man ihn im Leben, aber nicht, wenn man ihn nach dem Tode durchschneidet, und treibt durch Zusammenzic- hung seiner Härste sein Mark als kleine Klümpchen hervor B , und zwar in größerer Menge aus dem obe­ren, als aus dem unteren Ende. Folglich wird im natürlichen Zustande das Mark des Nervens durch die Häute fest zusammengehalten. Auch dieses Aus-

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treiben oder Vorquellen des Marks erfolgt im leben­

digen Körper weit ansehnlicher, als im todten. Viel­leicht würde er sich noch starker zusammen ziehen, wenn er nicht durch Zellstoff an den benachbarten Theilen haftete.

Ein größerer Stamm springt daher auch mehr, als ein kleinerer zurück, weil er nach Verhältniß eine kleinere Oberfläche hat, folglich durch weniger Faden an den benachbarten Theilen haftet.

8) Prochaska Tab. 2. sig. Z,

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