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erscheint es wieder. Auch verschwindet es durch die Einwässerung im Weingeiste, und wenn die Nerven krankhaft welken und verderben.

An einigen Stellen erscheinen diese Streifchen schräge/ wie gewunden; an andern eckig/ wie ein Zickzack; an andern von ähnlichen durchkreuzt.

Dieses gebänderte/ oder spiralförmige/ gewundene/ geknickte/ gefaltene/ gezackte oder scheckige Ansehen/ scheint charakteristisch den Nerven eigen/ und unterscheidet daher leicht denfein- sten Nerven/ von einer gleichdicken Sehnenfaser/ Arterie/ Vene und Saugader.

Am deutlichsten erscheint es/ wenn ein rein aus­gearbeiteter Nerve eben zu trocknen anfängt.

Auch in allen Säugthieren/ Vögeln/ Amphibien/ und Fischen ist es sichtbar. Am undeutlichsten ist es am Stamm des Riechnerven innerhalb derfesien Hirnhaut.

Man erkennt es fast deutlicher mit bloßem Auge/ als mit dem Vergrößerungsgläser denn je mehr eine Glaslinse den Nerven vergrößert / desto undeutlicher wird dieses Ansehen.

Dieses gefaltene Wesen scheint die Ursache zu seyn/ warum gemeiniglich/ auch bey der sorgfältig­sten Bearbeitung/ die Nerven/ durch das unvermeid­liche Anziehen/ widernatürlich sich verlängern.