Ebendaselbst:
S. Th. Sömmerring vom Bau des menschlichen Körpers. Fünfter Theil. Hirnlehre und Rervenleh- re. Z52 S.
Hier zeigt sich der Hr. V. vorzüglich in seiner eigentliche» Stärke als philosophischer Argliederer und scharfsinniger Physiolog. Rec. wird auch bey der Anzeige dieses Bandes seiner angenommenen Methode folgen, d. i. einiae der wichtigern Bemerkungen des Hrn. V. ausheben und die seiniaen mit einstreuen. Was der Hr. V. S. 15 von der Beständigkeit des Hirnbaues und der Symmetrie seiner Theile sagt, liegt so deutlich vor Augen, daß man glauben sollte, ein jeder hätte diese Bemerkung machen können; und doch ^ist Rec. kein Schriftsteller bekannt, der vor dem V. darauf aufmerksam gemacht hätte. — Neu, aber gar zu genau scheint doch dem Rec. der Unterschied zwischen weisser, grauer, mittlerer und schwarzer Hirnsubstanz: sollten nicht die beyden letzteren eigentlich zu der granern-M-orrn ? — Diese ist ja so verschieden in ihren Nüanzen nach den verschiedenen Stellen im Hirn oder Rückmark, wo sie gefunden wird, nach Alter, Geschlecht und Krankheiten; daß man unmöglich alle Farben, womit sie spielt, unterscheiden kann. — Nach S. Zl und 60 scheint der Hr. V. sehr geneigt zu seyn, dem Hirn und dem Rückmark einen faserigen Bau zuzuschreiben, wovon sich aber Rec. noch nickt hat überzeugen können. — Das gezeh-te Band (li^sm. denticulatum) @.58. besteht nicht aus einer eigenen dichten Haut, sondern es ist die aus der Sehe- delhöle Herabsteigende Schleimhaut, von der es gebildet wird; wenigstens hat es Rec. nie anders geschienen. — S. 64 hält es zwar der Hr. V. für unentschieden, ob die Hirnklümpchen oder Kügelchen (oder bester Hirnbrey) in einer Feuchtigkeit schwinu