mehr Ausdruck'zu haben scheinen, wie z. B. Thorax, Ute­rus u. d. gl. so trägt er sie in die deutsche Sprache über. So sagt er auch lieber Arterien als Pulsadern; Venen lieber als Blutadern (Metzger hat dieß in seiner Physiologie schon längst «gethan). Ganz rein lasse sich Zergliederung von der Physiologie mcht absondern; indessen könne das Allgemeine be­sonders betrachtet werden, als Philosophie der Zergliederungsr künde (Rec. wüßte auch nicht, was für einen Nutzen Anatomie sonst haben könnte, wenn sie nicht in Bezug auf Physiologie oder Anthropologie kultivirt würde: der Anatom, der den letz­ten Nervenfaden verfolgt, ohne sich etwas anderes dabey zn denken, als den Ruhm einen Zweig mehr gefunden zu haben, als seine Vorgänger, ist bloß ein Scharwcrker in seiner Art» und Hr. H. R. Sömmering selbst hat seinen Ruf als §er- gliederer eigentlich der philosophischen Behandlung seiner Wissen­schaft zu danken). Hr. S. schloßt diese Vorrede mir der Auf­zahlung des Neuen, was er sich als der Anatomie

zueignen zu dürfen glaubt. (Worunter indessen manche Sätze sind, die dem Hrn. V. noch nicht als ausgemacht zugegeben werden dürften; andere, die schon vor ihm vorgetragen seyn .möchten. Es bleibt indessen dem Hrn. V. vieles eigen, und es scheint dem Rec. eine gute Methode zu sey«, daß ein jeder Ge­lehrter sich seine'Entdeckungen selbst zeitig vindicire; indem die Zeitgencssenschast nicht immer geneigt ist, einem jeden das Sei- nige zuzueignen ).

Die Knochenlehre, zu welcher der Hr. V. jetzt übergeht, ist hier vollständiger abgehandelt als in irgend einem bekannten Lehrbuch. Von den Eigenschaften der Knocken geht er zu ih­ren Abtheilungen über; hiernachst zur Beinbaut, zum Kno­chenmark, zum Knorpel; nun zur Ostrogenie und Reproduc-

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