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Ihre Farbe ist hell, durchsichtig, etwas ins Blaß­gelbe ziehend. ,

Ihr Geschmack ist gelinde, salzig, (kochsalzartig).

In kühler Lust ohngefähr 50 Gr. nach Fahren­heit scheint sie nach einigen Stunden bisweilen ein sehr weniges von ihrer Flüssigkeit zu verlieren. Wein­geist und mineralische Säuren trüben sie, so daß in ihr ein Niederschlag sich nach einigen Stunden zeigt, und der oben schwimmende Rest flüssiger ist. (Bis­weilen will man bey Thieren selbst mit bloßen Augen Fettkügelchen in ihr gesehen haben).

Bey sehr gelindem Feuer oder auch für sich in flachen Gefäßen verdünstet, läßt sie in ziemlicher Menge einen zähen, wie arabisch Gummi aussehen­den, auch auf gleiche Art zerspringenden goldgelben, wie Bernstein durchsichtigen Rest übrig, auf dem ei­nige seine Salzkrystallen sich zeigen.

Zur Hälfte durch Feuer abgedünstet wird sie gal­lertartig.

Für sich in 50 Grad Wärme nach Fahrenheit hingestellt, fault sie nicht leicht, sondern erst nach eini­gen Wochen, wo sie alsdann trübe wird, aashaft stinkt, und gleichsam ein eitriges Ansehen gewinnt.

Sublimat gepülvert und umgerührt macht sie bald opalartig trübe und röthlich schillernd, ohne daß sie nachher fault.