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nämlich verhalten sich als leblose Canalchen immer gleich zu den Saften, in die man sie bringt, und sau­gen nicht bald schneller bald langsamer an. Auch wenn Haarröhrchen einmal Oel ansogen, saugen sie nicht mehr Wasser an. Auch läßt sich die Wirkung einiger Arzeneyen auf sie nach den Gesetzen der Haarröhrchen nicht füglich begreifen, z. B. der rothe Fingerhut (DiZittalis pm-purea) scheint die Wirkung des Saugadersystems zu befördern.

Ist die Flüssigkeit einmal eingetreten, so zieht sich die Saugader durch die Reitzung ihrer innern Höhle zusammen, und schafft die Flüssigkeit weiter, die wegen der Klappen nicht mehr zurück kann.

§. Zr.

Da dieses System so ansehnlich ist, so ist es auch das einzige, durch welches alle Einsau­gung geschieht 3 .

§. 32 .

Merkwürdig ist es auch, daß die abgefressenen Enden der Saugadern oft eben so gut, ja manchmal

z) Daß blos die Saugadern und gar nicht die Venen ein- saugen, haben vorzüglich am Darmcanale JohnHun- ter und Schreger an den Gliedmaßen durch völlig entscheidende Versuche bewiesen. Von den Gründen, die man dagegen aufgestellt hat, ist kein einziger für die Blutvenen beweisend.