§. 26.

Der Saft der meisten Saugadern, besonders der von den entferntesten Theilen, z. B. den Füßen, kommt, durchwandert mehrere Drüsen, ehe er in den Hauptstamm gelangt, so daß, was kurz zuvor in Rücksicht der vorhergehenden Drüse ein ausfüh­rendes Gefäß war, in Rücksicht der folgenden Drüse ein einführendes wird 7 . Bisweilen fünf- bis sechs­mal. Gemeiniglich, doch nicht immer, sind die einführenden Saugadern dünner und weit zahl­reicher, als die ausführenden.

In manche einzelne Saugaderdrüse, z. B. in den Weichen, sieht man über zwanzig Saugaderstämme * sich begeben, und nur einen oder andern Stamm herauskommen.

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7) Die Alten nannten die Saugadern, die zwischen dem Darme und der ersten Gekrößdrüse liegen, vasa chy- losa primi ordinis, die zwischen der ersten und zweyten Gekrößdrüse sscundi ordinis, die zwischen der zwepten und dritten Drüse, tertii ordinis. Allein da manche Gefäße der Därme nur Eine Drüse durchwandern, und überhaupt hier keine feste Ordnung Statt findet, so hat man diese Abtheilung verlassen, besonders da das aus­führende Gefäß eigentlich ein neues ist, von dem man oft nicht sagen kann, daß es blos eine Fortsetzung dieses oder jenes einzelnen einführenden Gefäßes sey. W* Cowper Appendix ad Bidloo, Tab. 4. fig. 13. et 14. hat dies schon gut vorgestellt.

8) So viel besitze ich in einem Stücke.