§. IS*
Saugadern bestehen aus zwey dünnen, aber sehr dichten, elastischen Häuten, deren äußere, wo sie am Hauptstamme am allerdickesten ist, sich deutlich von der innern absondern läßt. — Auswendig ist diese Haut etwas rauh, von dem Zellgewebe, das sie mit den benachbarten Theilen zusammenheftet; nach innen zu scheint sie faserig, wenn der Stamm nur etwas dick ist; auch legt sich Fett um sie. Sehr deutlich rst sie mit Arterien und Venen versehen.
Die inner eHaut ist auf der inwendigen Fläche sehr glatt, und in sehr dünne Verdoppelungen oder Klappen fortgesetzt.
Die Schnellkraft dieser Häute zeigt sich vorzüglich bey dem Einspritzen, wo sie mit Nachdruck die eingebrachte Masse heraustreiben.
Nerven hat man aber weder für die größten Stämme, noch selbst für die Drüsen der Saugadern, deutlich entdeckt, ohngeachtet diese Nervenfädchen freylich durchs Auge der Feinheit wegen nicht leicht erreichbar scheinen 3 .
Milz, oder einem andern Eingeweide, oder selbst der Haut. Denn daß es an diesen Eingeweide» bequemer ist, fie anzufüllen, darf keinen Trugschluß veranlassen.
3) ©.Walter in der Vorrede zu seinen Tabulis nervo- rum Thoracis et Abdominis. Monro hörte ich in
seinen Vorlesungen zu Edinburg den 3 . Januar 1779*