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§. ii.

Gewöhnlich sind die tiefer liegenden Sauga­derstämme merklich stärker, als die flächeren, mehr unter der Oberfläche laufenden, Stäm­me; auch halten die tieferen mehr die Richtung der Blutgefäße.

An vielen Stellen liegen neben einem Arterien- stämmchen zwey Venenstämmchen, und neben diesen vier Saugaderstämmchen. Die flachen laufen einiger­maßen in der Richtung der Venen.

§. 12 .

Ueberall bilden die Aeste und Stamme der Saug­adern untereinander Geflechte oder Netze. Im Gan­zen werden sie im Fortgange weiter oder dicker, wie­wohl man nicht selten hin und wieder ein Stämm- chen antrifft, das in kleinere Zweige im Fortgange zerspringt, oder mit einem kleinern in Verbindung übergeht, oder wohl selbst feiner wird. Doch schei­nen sie z. B. an der Leber netzförmig, am Saa- menstrange bündelartig. Daher sind z. B. die flach­liegenden Saugaderstämme am Unterschenkel fein, über dem Knie weiter und dicker, in den Weichen noch dicker, im Becken und in den Lenden nock- dicker , bis sie den höchsten Grad ihrer Weite

^ die Brustfelle und das Bauchfell bestünden blos au- Saugadern, und hätten keine Blutgefäße, welches letztere vorzüglich leicht durch Präpar-te zu widerlegen ist.