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Saugadem, wenn man ein mit Quecksilber gefülltes Rohr in eine ihrer Drüsen sticht: allein noch hat man nie gefunden, daß sie sich unmittelbar durch Arterien ohne dazwischen erfolgende Austretung (Extravasat) füllen ließen 2 .
§. 8 .
Alle Saugadern führen venenartig ihren Saft zum Herzen 3 j dieß beweisen:
i) Die Einrichtung ihrer Klappen, die sehr leicht jeder Flüssigkeit den Gang nach dem Herzen hin erlaubt, dem Rückflüsse derselben aber meistentheils
adern der Haut dieser Stelle so vollkommen an, daß man mit bloßen Augen fast kein Zwischenräumchen zwischen den Fädchen dieses schönen Netzes wahrnimmt. Dasselbe widerfuhr Herrn Cruikshank S- 82. und Herrn Haase S. 129, So sah ich einen Magen bey Herrn zvicrnro zu Edinburg, dessen Saugadern sich durch die künstliche Anfüllung der Arterien nach entstandenem Extravasate gefüllt hatten.
2) Mascagni nimmt drey Arten der Anfüllung der Saugadern durch Arterien an: r) wenn die Feuchtigkert durch feine, unorganische Poren dringt. 2) Wenn die Arterie reißt. 3) Wenn sich die Saugadern durch die natürlichen Mündungen, mit denen sie von der Wand des Canales der Arterie entspringen, füllen.
3) Daß dieser Satz gar nicht neu ist, zeigt unter andern die Stelle bey Theod. Kerckring im spicilegio ana- tomico 1670. Obs. p. p. 173. Iam satis constat liumo- rum per rasa lyrophatica eandem esse, quae sanguinis per venas e«t, a circumferentia ad centrum cireum- gyrationem.
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