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zeichnend eigenen Lage, und Art sich zu verflechten, und wenn sie auch dem Gefühl und Gesicht unterwegs entgehen, so verrathen sie sich doch leicht durch die Geschwulst ihrer Drüsen. 2) Wenn Pockengift in die Hant durch einen Stich oder Schnittchen, folglich in ein Zellchen gebracht, und in dazu fähigen- Körpern eingesaugt wird, verräth es sich nach einigen Tagen durch Geschwulst derjenigen Drüsen, die eS durchwandern muß, um in die Blutmasse zu gerathen.
Z) Die Lust die ins Zellgewebe der Haut getrieben wird, und bald durch Einsaugung verschwindet. 4) Die Einsprützungen nach dem Tode. Sticht man ein mit Quecksilber gefülltes Rohr unter die Haut, oder in den Hoden, so füllen sich die von diesen Stellen kommenden Saugadern, oder berstet ein Saa» mengefäß im Hoden bey Anfüllung des Saamen- ganges mit Quecksilber, oder wird durch die Einfprüz- zung mit dünnem Wachs, farbigem Oel oder gefärb- .tem Leim eine Arterie zerrissen, und die Materie ins Zellchen getrieben, so füllen sich zuweilen von dieser Stelle an die Saugadern *. 5) Die Anfüllungen der
1) Dieß lehrt mich auch ein sehr merkwürdiges, zufällig ge- rathenes, Präparat. Indem ich nämlich die Saugadern durch einen Zweig an der großen Zehe mit Quecksilber füllte, und ein Aestchen unter der Haut auf der Mitte des Schienbeins platzte, folglich das Quecksilber in die Hautzellen geriekh, füllten sich die allerfernsten Saug«
S- Gefäßlehre.