495

siern aufgelegten oder in Tinkturen aufgestrichenen spanischen Fliegen, welche eine Geschwulst in den Drüsen dieser Saugadern hervorzubringen pflegen. 2) Die Einsaugung der Milch aus dem Darmcanale, die man in lebendigen Thieren unter seinen Augen geschehen sieht. 3) Die Einsaugung und VerschwinH düng der in die Brusthöhle oder Bauchhöhle gesprütz- ten wäßrigen Feuchtigkeiten, die man in diesen Saug­adern wieder antrifft. 4) Die Betrachtung, daß die Feuchtigkeiten, die beständig in den geschlossenen Höhlen der Brust, des Herzbeutels, des Unterleibes und der Hodenhaut ausdünsten, sich zu einer Wasser­sucht vermehren müßten, wenn sie nicht beständig wieder ausgenommen würden. Daß dieses Wieder­aufnehmen aber die Saugadern verrichten, beweisen die Falle, wo man sogarBlut oder Eiter, welches in diese Höhlen geräth, in den Saugadern antrifft. 5) Selbst noch nach dem Tode lassen sich bisweilen diese Saug­adern leicht füllen, z. B. wenn man fixe Lust in den Darmcanal treibt, oder tpenn man Quecksilber oder andere Flüssigkeiten in die Harnleiter oder in den Gallengang der Leber, oder in die Milchgänge der Milchdrüsen, oder in die Luftröhre bringt. Z. B. Luft in den Saamenleiter (vucrus äekerens) selbst eines Kindes geblasen, füllt nicht nur die Saamen- blaschen und die Saugadern des Beckens, sondern