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Allgemeine Eigenschaften der Saugadern.

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waugabe rn 1 sind durchsichtige, mit vielen Klap­pen versehene, von verschiedenen Theilen verschiedene Säfte, aber im gesunden Zustande kein Blut füh­rende, venenartig zusammenlaufende, und an be­stimmten Stellen zu Drüsen veränderte, und mit zwey Hauptstämmen zwischen den Schlüsselbeinvenen und Halsvenen geendigte elastische und reizbare Gefäße.

i) Einfaugende Gefäße, ductus aquosi oder ductus lym- phae, vasa lymphatica, oder serosa, valvulosa, dia- phana, chrystallina, Iactea, chylosa, chylifera, absor- bentia, venae minorum generum, venae aquosae, ve- i me albae. Die Eintheilung ttl vasa lymphatica (Lymph- adern, lymphatische Gefäße, Fließwassergefäße, ein­saugende Gefäße, oder einsaugende Venen) und Milch­gefäße (chylosa) ist überflüßig: i) Da die Saugadern des Darmcanales von andern sich durch gar nichts in ihrem Baue auszeichnen. 2) Da sie auch nicht den bloßen Nahrungsfaft (chylum) führen, sondern eben­falls die Feuchtigkeit, die in den Unterleib ausdünstet.

3) Da ohne Zweifel die Saugadern der Haut eben so ; gut den Nahrungssaft einsaugen würden, wenn man ih­nen die Speisen mit Magen - oder Därmesaft, Speichel und Galle gehörig vermischt, warm, anbieten könnte.

4) Da sie mit vielen andern nicht von dem Darmcanale kom­menden Saugadern sich vor dem Eintritt in den Haupt­stamm vermischen. 5) Da es in Ansehung der Einsau­gung völlig einerley ist, ob man verschiedenes auf oder «nter die Haut, oder Ln den Darmcanal bringt.

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