491 —
Allgemeine Eigenschaften der Saugadern.
a S ‘
waugabe rn 1 sind durchsichtige, mit vielen Klappen versehene, von verschiedenen Theilen verschiedene Säfte, aber im gesunden Zustande kein Blut führende, venenartig zusammenlaufende, und an bestimmten Stellen zu Drüsen veränderte, und mit zwey Hauptstämmen zwischen den Schlüsselbeinvenen und Halsvenen geendigte elastische und reizbare Gefäße.
i) Einfaugende Gefäße, ductus aquosi oder ductus lym- phae, vasa lymphatica, oder serosa, valvulosa, dia- phana, chrystallina, Iactea, chylosa, chylifera, absor- bentia, venae minorum generum, venae aquosae, ve- i me albae. Die Eintheilung ttl vasa lymphatica (Lymph- adern, lymphatische Gefäße, Fließwassergefäße, einsaugende Gefäße, oder einsaugende Venen) und Milchgefäße (chylosa) ist überflüßig: i) Da die Saugadern des Darmcanales von andern sich durch gar nichts in ihrem Baue auszeichnen. 2) Da sie auch nicht den bloßen Nahrungsfaft (chylum) führen, sondern ebenfalls die Feuchtigkeit, die in den Unterleib ausdünstet.
3) Da ohne Zweifel die Saugadern der Haut eben so ; gut den Nahrungssaft einsaugen würden, wenn man ihnen die Speisen mit Magen - oder Därmesaft, Speichel und Galle gehörig vermischt, warm, anbieten könnte.
4) Da sie mit vielen andern nicht von dem Darmcanale kommenden Saugadern sich vor dem Eintritt in den Hauptstamm vermischen. 5) Da es in Ansehung der Einsaugung völlig einerley ist, ob man verschiedenes auf oder «nter die Haut, oder Ln den Darmcanal bringt.
fff*