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Ein häufiger Puls ver.äth also entweder ein zu reizbares Herz, oder einen stärkern Reiz.

Mehrentheils ist ins Blut gerachene Schärft, Eiter, faule Jauche, Pestgift, Pockengift, u. s. f. Ursache des Fieberpulses.

Alle Bewegungen, die den Blutlauf beschleuni­gen, veranlassen einen häufigen Puls, z. B. das Ge­hen, Tanzen, Springen, Brechen, Gebähren, u. s. f.

Im Sommer oder in heißen Erdstrichen ist der Puls natürlich um zwanzig bis vierzig Schläge in ei­ner Minute häufiger, als im Winter oder in kalten Erdstrichen, weil das wärmere Blut das Herz stärker reizt; doch nimmt die Zahl der Pulse mit den Graden der Wärme der Luft nicht verhällnißmäßig zu, z. B. bey iZO Grad Wärme der Luft nach Fahrenheit zählte man 126 bis izy Pulse; bey 240 bis 260 Grad nicht über 144 Pulse.

Warme Stuben, dicke Decken, u. s. f. schaden daher in hitzigen Fiebern.

Warmes Bad und Speisen vermehren den Puls, wenn durch sie neuer Nahrungssaft ins Blut kommt, folglich die vermehrte Blutmasse dem Herzen kräftigern Widerstand leistet,

Leidenschaften, Zorn, Furcht, z. B. bey Frauen­zimmern schon die Gegenwart des Arztes, Schrecken, Schaam, Studiren, Schmerz, Electricität, Reiben,