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nenlassen, nennt man den Puls, das Schlagen, oder Klopfen, oder die klopfende Bewegung der Arterien.

Diesen Puls sieht man selbst an den feinem Ar­terien der Hirnhaut und des Hirns nach einem Bein­fraß oder nach einer Anbohrung des Schedels.

a) Daß dieser Puls größtenteils dem lebendi­gen Herzen zugefchrieben werden müsse, beweisen i) die Unterbindung oder hinlängliche Zusammendrük- kung einer Arterie, welche, indem sie den Eintritt des Bluts aus dem Herzen hemmen, den Puls verschwin­den machen; 2) das Durchstechen des Herzens, welches den Augenblick ein Ausbleiben des Pulses ver­ursacht; das Blut nämlich, das aus dem Herzen stießt, kann nicht in die Arterien getrieben werden; Z) der Sprung des Blutes, der aus einem Arterien­stamme während der Zusammenziehung des Herzens* und Ausdehnung der Arterie erfolgt und größer ist, als während derAusdehnung desHerzens undZusam- menziehung der Arterie; 4) der Puls, den man selbst in Arterien bemerkt, welche fest an Knochen liegen, z. B. der Carotis in der Pyramide, deren Klopfen man bey einem Andrang in seinem eigenen Körper spürt.

b) Daß bey dieser Ausdehnung durch das, mit der Kraft des Herzens, in die Arterien eingetriebene