Bau des Hirnes (§. 22.) scheint dies wahrscheinlich zu machen; denn warum wäre er so beständig, wenn dies nicht nothwendig wäre ?
Sorgfältig beobachtete Verschiedenheiten der Geisteskräfte, sowohl im gesunden als kranken Zustande, verbunden mit pachheriger genauer Untersuchung des Hirnes, können uns hier fast allein Licht verschaffen; denn nicht ohne Grund laßt sichs vermuthen, daß mit gewissen Vollkommenheiten und Fehlern der Theile des Hirnes auch gewisse Vollkommenheiten und Fehler der Geisteskräfte verbunden sind.
Sorgfältig in Ansehung ihrer wesentlichen sichtbaren Verschiedenheiten untersuchte Hirne von Thie- ren sollte man nut der Kenntnis ihrer übrigen Oeco- nomie, sofern sie aus der Naturgeschichte bekannt ist, vergleichen. Allein hier fehlts durchaus an gehörigen Beobachtungen.
Daß dies indessen kerne ganz eitle Hoffnung ist, scheint folgende Betrachtung zu zeigen. Daß auf die Verderbung der Augen, auch Verderbung der Sehenerven und des Sehenervenhügels im Hirne folgt, ist eine unlaugbare Thatsache Daß Leute, die erblin-
von ihnen die Empfindungen erhält, das kleine Hirn zu
den der Wrllkühr unterworfenen Theilen.
2) Siche Nöthigs Dissertation in Imllwigs Selectus
scriptorum neurologicorum Tom. I. — Melkels
Note zn Hallers Grundriß der Phpsivlvgie zum §*