Ja man sieht Misgeburten ohne allen Kopf gebohrett werden Daß aber dieses iy der ersten Bildung und nicht nachher durch Zufall entstandene Fehler sind, folglich daß ihrer ohngeachtet das Kind in Mutter­lerbe fortlebte und ausgebildet wurde, läßt sich nicht läugnen 7 .

2) Die Thiere, die ein sehr kleines Hirn haben, und dennoch große Lebhaftigkeit besitzen, z. B. die Fische. Es giebt kein Thier von der Größe des Men­schen, welches nicht ein weit kleineres Hirn, und doch weit größere Nerven hatte. Reicht also hier so we­nig Hirnmasse zum bloßen Leben und zur Energie der Nerven zu, warum nicht auch bey Menschen?

Z) Die erwachsenen Menschen und Thiere 8 , welche fast das ganze Hirn verlohren, ohne daß man die Lebenskraft geschwächt sah, z. B. bey denen eine Knochengeschwulst die Stelle des Hirnes einnahm 9 ,

das Rückenmark, so fehlte auch zugleich Das Hirn.

II uv 6 1' de Medulla spinaH Goettingae 1739. pag. 4.

6 ) Büttners anatomische Wahrnehmungen. Königs­berg. 1769. >zre Wahrnehmung. Ich besitze ein vollkom­men ähnliches Kind als er abbildet in meinerSammlung.

?) S- meine Beschreibung und Abbildung von Misgebur- ten. Frankfurt 1791. wo ich über achtzig solcher Fälle anführe und beweise, daß dies von Fehlern der Urbil- dung, nicht von Krankheiten kommt.

8) Eine Sammlung von Citaten siehe bey Arnemantt Seite 161*

9) m. Foderfe sah ein verknöchert Gehirn in einem fettett

E. Nervenlehre« A a