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nach dem Tode weniger flüssiges Mark, in Form von Klümpchen, aus beiden Enden, doch mehr aus dem vberen oder mit dem Hirn noch zusammen hängenden Ende. Das obere Ende ist anfangs bey der Heilung röthlich oder hellgrau, höckerig, kolbig, und wie mit einer Kruste bedeckt, wird aber, wie sich die Entzün­dung verliert, bleicher, glatt, glänzend, unterwärts spitzig 7 , hart, knirscht unter dem Messer, und bil­det gleichsam einen Knoten, in welchem sich selten eine Spur vom scheckigen Ansehen zeigt.

Das untere, unempfindlich bleibende Ende be­kommt ebenfalls, einen, doch kleineren, Knoten, welkt und schwindet, verliert zum Theil seine gebänderte Struktur, die sich im oberen Ende nur gegen den Knoten hin verliert. Die Enden verbindet ein röth-- licher Zellstoff.

Nach einem Monathe wird das Mark des unteren Endes, das seinen Glanz verliert, wäßerig aufgelöst, und erscheint bleich, röthlich grau oder kreidenweist; durchschneidet man es, so dringt eine gelblich graue, milchige, wässrige Substanz langsam hervor.

Nach mehr als einem Monath werden die Knoten noch stärker und festep, so daß sie auf dem Schnitte eine glänzende Fläche, wie Knorpel, und kleine weiste

7) Arnemann Tab. z. fig. 20. fand es bey Thieren, und ich es eben so bey Menschen.