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Geflechte und Schlingen der Nerven. K. 121-
Die mannigfaltig auseinander gehenden Fäden der Nerven werden auch wieder mannigfaltig vereinigt ; denn nicht nur die Fäden von demselben Bündel eines Nerven gehen wiederholremale zu neuen Bündeln unter einander, sondern oft auch mit Faden benachbarter oder ganz entfernter Nerven, zusammen, und bilden, indern sie über und unter einander schreiten, und mehrercmale bald an einander gelegt, bald, wieder getrennt werden, wahre Geflechte, von welchen sich die größten am Halft, an den Armner- ven und im Becken an den Fußnerven flnden.
Aus diesen Geflechten entspringen Nerven, die entweder ungetheilt bis an den Ort ihrerBeflimmung gelangen, wie der Zwerchmustelnerve, oder die nochmals in neue Geflechte verwebt werden, z. B. der Stimmnerve.
Eine andere Art der Vereinigung der Nerven- faden ist, wenn zwep gleiche dicke Aeste verschiedener Stämme mit ihren Enden so in einander übergehen, daß man weder das Ende des einen, noch den Anfang des andern erkennt. Hieraus entstehen die sogenannten Bogen und Schlingen, die vorzüglich um die Arterien des Antlitzes und der Eingeweide Vorkommen. Erzeugt eine solche Schlinge einen Ner-
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