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Art: Ihre Bündel zertheilen sich auseinander gehend in kegelförmig dicker werdende Fäden, so, daß man schon lange vor der wirklichen Auseinandercehung die Theilung erkennt; daher die Faden auf eine ganz andere Art, als die Aeste eines Gefäßes entspringen, nicht nahe an der Stelle, wo sie sich vom Stamme entfernen; sondern sie nehmen ihren Ursprung bis aus dem Hirne oder Rückenmarke.

Mehrentheils liegen die Nerven geschlängelt, wel­ches man am besten an den Orten erkennt, wo sie unbeweglich festgeheftet liegen, z. B. auf der Ricch- haut der Nasenhöhle, oder im Canale der Carotis, j oder im Canal des Antlitznerven; doch an einigen

Stellen, z. B. an den Gliedmaßen, liegen sie auch ziemlich gerade, zumal wenn die Gelenke gestreckt werden.

Winkel der Nervenaste.

§. 120.

Die W'inkel, unter denen die Faden vom Bün­del oder die Aeste vom Stamme eines Nervens abge­hen, sind anfangs mehrentheils spitz, doch oft auch gleich anfangs gerade oder stumpf, oder gebogen.

Man könnte die stufenweise Theilung eines Ner­vens durch Bündel oder Stamm, Ast, Zweig, Reis, Faden und Faser bezeichnen.