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Auch scheint selbst nach den glücklichsten Anfül­lungen der Blutgefäße/ das Mark des Hirnes die we­nigsten Blutgefäße unter allen Gingeweiden zu besitzen. Die Arterien des Hirnes sind so klein, daß wenn man seine vier Hauptarterien, die beyden innern Kopfar­terien nach Abgang der Augenarterien (Gefäßlehre §. 117.) und die beyden Wirbelarterien (Gefäßlehre H. 125.) auch zusammenrechnet, sie doch für die Hirn­masse und besonders fürs Mark bep weitem nicht so groß sind, als z. B. die Nierenarterien für die Nie­ren, oder als die Leberarterien und Pfortader für die Leber *.

In keinem Falle kann man daher die markige Substanz des Hirnes blutreich nennen.

Das Mark scheint bisweilen beym Electrisiren weniger lebhaft, als die graue Substanz zu glänzen 2 . Unter der Luftpumpe tritt Luft aus dem Marke 3 .

1) Anderer Meynung find: W. Saunders in seinem Treatise on the Liver 1793. pag. 58.TJie Brain receives with relation to its bulk a larger quantity o£ blood than any otherpartof thebody. und tnHerd- manu: Essay on the causes and phenomena of animal Life. London 1795. S> 5Z- ,,Or. Monro suppose* that, not lefs thun a tenth part of the circulating mafs is transmittedto the brain.

a) Pickel pag. 53. in der zum §. 202. angeführten Disser­tation.

ß) Smith Inquiries into theLaws of animal Life. jp.

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