Marksubstanz des Hirnes insbesondere.

§- 38 -

An mehreren Stellen, vorzüglich in der Mitte der flammig ins Mark übergehenden grauen Hügel, kann man unter Umständen, z. B. wenn Wasser irn Hirne war, oder wenn das Hirn eine Zeitlang in Weingeist oder Essig gelegt, oder im Oele gekocht ward, deutlich erkennen, daß das Mark des Hirnes aus Fasern oder Fibern besteht 9 , die nach den einzel­nen Gegenden sehr verschieden sind, und oft sehr ver- stochtene Richtungen haben. Im grauen Theile ent­deckt man nichts dergleichen, sondern der nicht aus- gesprützte Niest scheint einförmig brepartig.

Im großen Hirne ist verhältnißmaßig mehr Mark, als im kleinen Hirne.

Bei) Kindern ist das Mark nicht nur weicher, sondern auch röther.

Bisweilen ist es in Erwachsenen, vorzüglich in alten Leuten, gelblich.

Es ist nicht überall gleichartig, sondern hat an bestimmten Stellen mehr, an andern weniger graue Substanz beygemischt.

9) Ueberden faserigen Bau deS HirneS. S. den ungenann- tenDerfaffer inGrenLJournalderPhysik. Leipz. 1795. erster Band. S. 96.