Diese große Sichel mindert den Druck der Hälf­ten des großen Hirns aufeinander bey der Neigung des Kopfes zur Seite, das Zelt hingegen den Druck des hintern Lappens des großen Hirns auf das kleine Hirn.

Nach unten zu erstreckt sich von diesem Zelte ein anderer, nicht so stark vorragender, am Ende gegen das großeRückenmarksloch zu,gespaltener kleinerer sichelförmiger Fortsatz oder die kleine Si­chel zwischen die Hälften des kleinen Hirns- Biswei­len ist diese kleine Sichel doppelt, bisweilen auch merk­licher nach der einen als nach der andern Seite geneigt.

§. 8 .

Wo diese Verdoppelungen des inneren Blattes von dem äußern Blatt an bestimmten Stellen abge­hen, lassen sie größere und kleinere, meist dreyeckige Zwischenräume oder Blutleitev übrig, welche die Venen und das Blut aus-dem Hirne aufnehmen, und in die Venen des Halses leiten. Innerhalb dieser Blut- leiter finden sich hin und wieder Queerbändchen *), deren Daseyn, Größe und Gestalt sehr verschieden find. Die vorzüglichsten find der obere und der untere sichelförmige 8 9 ) Blutleiter, der rechte und der linke Queer- oder Seitenbkutleiter*,

8 ) Weitbreclit Syndesmologia Tab. l 6 . llg. 76.

9) Vicq dAzyr Tab, 34.

0 Ebend. Tab. 35.