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genannten Doppelstirnen, oder wo der größte Theil des Stirnbeins, der sonst die Augenhöhlen bildet, nach vorne ziemlich gerade in die Höhe steiget, auf den folglich die Schwere des Hirnes wirken konnte, dennoch scharfe Abformuugen
Oben herum findet man in der Hirnschaale die Gestalt des Hirnes weniger genau abgeformt, weil hier theils die zwischenliegende feste Hirnhaut dicker ist, theils die Furchen des Hirnes mit VenennndArterien ausgefüüt werden.
§. 260.
So ist auch die Substanz der Kopfknochen selbst, ohne Verdacht von Krankheit, bey einigen von gleichem Alter und Geschlechte fester, dichter, härter, glätter und ebener, bey andern etwas mürber, lockerer, weicher und rauher, welche Verschiedenheit ver- muthlich von der Lebensart kommt. Doch zeichnet sich gewöhnlich die Pyramide durch Festigkeit aus.
So variiren die Kopfknochen sehr, sowohl in Ansehung ihres Verhältnisses zum Gerippe, als gegen einander; sie variiren an Gestalt und Anzahl, wenn man die Zwischenbeine als eigene Knochen ansieht. Bisweilen sind sie, ohne daß man einen hinlänglichen Grund angeben kann, klein aber dünne, bisweilen klein und dick. Bisweilen ist der ganze Schedel auf- fallend hoch, bisweilen niedrig; bald schmal, oder