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Knochenblattern (Tafeln), einer innern und äußern, bestehen, zwischen denen sich Markzellchcn in einem gleichsam schwammigen Knochengewebe finden.

Im Stirnbeine, weichen gleichsam diese Tafeln so sehr von einander, daß fle Höhlen zwischerMch übrig lassen-

§. 259.

Die innere Tafel scheint, vielleicht ihrer meh» reren Glatte wegen, etwas spröder, als die äußere, daher man sie die gläserne nannte, sie ist an vielen Stellen dünner, als die äußere, und zeigt, außer den verschiedentlich tiefen Spuren, Furchen oder auch Canälen von der Anlage der Hauptaste der Arterien und Venen der festen Hirnhaut, die ihr zugleich als Beinhant dienet, und Grübchen für die sogenannten Drüsen, besonders an dem Theile, der die Grundfläche des großen Hirns aufnimmt, ver­schiedene Unebenheiten, Eindrücke oder Vertiefungen, die einen gröbern Abdruck der darmförmigen Ober­fläche des großen Hirns darsteüen. Vermuthlich modelt die Natur gewöhnlich den Knochen nach dem Hirne, nicht umgekehrt das Hirn nach dem Knochen.

Von der Schwere des Hirnes läßt sich diese schärfere Abformung auf dem Boden nicht herleiten, sondern von der gegen den Boden zu feiner werden­den festen Hirnhaut; daher findet man auch bey fös