264

und aufgesaugt 1 , bis der Zahn dadurch immer wacklicher wird, und mit entweder größtentheils oder fast gänzlich fehlender, verschwundner Wurzel ausfallt, oder als ein abgestorbener, nun fremder Körper aus­getrieben wird.

Das der bleibende Zahn den Milchzahn auf­reiben helft, folgerte man daraus, daß die Milch­zahne gewöhnlich an der Seite am meisten abnehmen, wo sie der nachkommende berührte. Doch ist dieses zuverlässig nicht die Ursache, da man 1) die Wurzeln des Milchzahnes auch an solchen Stellen erweicht und verschwunden findet, wo sie der nachkommende Zahn nicht berühren konnte, der nicht nur anfangs durch eine ganz geschlossene Knochenzelle vom Milchzahne geschieden ist, sondern mit einer Gefäßhaut oft noch eine Zeitlang nach dem Ausfallen seines Vorgängers \ überzogen bleibt. Auch tritt der neue Zahn nicht in

die Zahnzelle des alten, sondern mit dem alten ver­schwindet ein großer Theil seiner Zelle, und eine eigene neue bildet sich um den nachrückenden. 2)

l) >,Carie absumi detitium radices. Ungebauer, Diss. de Dentitione secunda Juniorum ; in Hallers Select Diss. Vol. 7. pag. 393. cber Boudet:Sie würden von einer Scharfe angefressen. " Recherches er Observations sur toutes les Parties de lArt du Den- tiste. a Paris 1787. pag. 51. wollten wohl das NüMllche sagen.