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Der mittlere Theil zeigt zu oberst in der Hirnhöhle den Kamm 7 (Crifta), welcher nach oben einen bald mehr, bald weniger scharfen, auch wohl rechts und links gekrümmten Rand bildet, der sich rückwärts schmäler und niedrig verlauft, bis er wieder mit einem etwas stärkern Stücke (Apophysis sphenoidalis) an das Grundbein stößt, und vorne mit seinen kleinen Flügelchen die Grübchen am untern Theil des innern Kammes des Stirnbeins ausfüllt, um mit ihm bisweilen gemeinschaftlich ein trichterförmiges Canälchen oder das blinde Loch zu bilden. An ihm sitzt der Anfang der Sichel der festen Hirnhaut. Gewöhnlich heigt er inwendig Markzellchen, doch bisweilen eine Hohle, die mit den Stirnhöhlen in Verbindung steht. Zu beyden Seiten herunter bildet er noch in der Hirnhöhle das Siebchen oder eine längliche löcherige Platte 7 8 , die wegen ihrer bogenförmigen nach unten zu gerichteten Wölbung tiefer, als das sie umgebende Stirn- und Grundbein liegt, in die Lücke des Stirnbeins paßt, an Länge, Breite, Dicke, Lage und Figur über sehr abwechselt, und von welcher eigentlich die
7) Ein paarmal fand Gr e ding Adv. med, pract. Vol. 2° p, 111. p. 464. den Kamm in Tobenden wackelnd (vacil- lautem) und einmal fast fehlen.
8 ) Scarpa Tab. I. Hg- 2 , a. a.