her man glaubte, Knochen entstünden, indem sich mt Knorpel die Arterien verknöcherten: allein das in­wendige Netzwerk der Knochen hat dennoch im Gan!- zen nichts einem Arteriennetze ähnliches. Im Grunde erklärt dies auch nichts; Denn weiß man, wie eine Arterie verknöchert, so weiß man auch, wie dies mit dem Knorpel zuseht»

§. 32.

An andern Stellen, z. B. der Kniescheibe sieht Man, wenn die Knochenbildung im Knorpel etwas weiter gelangt ist, ein Klümpchen Knochenmasse in der Mitte erscheinen, welches Einigen dünkte, als wäre die Knochenmatcrie aus der Arterie hervorge- quollen; daher man glaubte, der Knorpel gienge in Knochen über, wenn die durch Knochenmaterie ver­stopfte Arterie endlich platzte. Allein nickt zu geden­ken, daß die Einsprützung offenbar beweist, daß dicke Arterien bisweilen noch offen, mcht immer verstopft 1 sind, so hat Niemand noch i) den Riß in der Arterie gezeigt (ausgetrocknete Stücke entscheiden hier nichts). 2) Ein solches sichtbares Knochenklümpchen entsteht ja nicht auf einmal, sondern wenn wir es sehen, ist

0 Selbst in den angeführten Abbildungen, besonders Figur 5. steht man nach oben zu, in guten Abdrücken, noch ien- seit der sogenannten Ansüllung die Arterien fortlausen. Sich Johann Christlich Kemme Zweifel wider die Ernährung der festen Theile. Halle 1778. Seite 4«.