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die Gestalt de§ Knochens, sondern nur den gallertartigen Stoff ^zerstört. 2) Die Aussetzung unter freyem Himmel, wo Regen und Warme den gallertartigen Antheil ausziehen, und eine Erde, die die Feuchtigkeit gierig einsaugt, übrig lassen. Anfangs behält diese Erde noch die Gestalt des Knochens, allmahlig aber geht sie durch Zersplitterung, Abblätterung und Verstiebung vcrlohren.
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§- 5 .
Härte und Sprödigkeit haben die Knochen wegen des großen Antheils von Erde, daher sie auch eher brechen oder reissen, als daß sie sich beugen, ausdehnen oder strecken ließen * — daher sind die Knochen, je erdiger sie werden, desto spröder, z. B. bey jungen Kindern, wo sie weniger erdig, als bey Erwachsenen sind, beugen sie sich, ohne zu brechen, wie dies die Eindrückung des Kinderschedels beweist; bey Greisen hingegen, wo sie verhältnismäßig am erdigsten sind, sind sie deshalb auch am sprödesten, und brechen am leichtesten — daher sind die Knochen am allerbrüchigsten alsdenn, wenn ihnen aller Leim oder Gallerte völlig entzogen ist.
<3% Pet. Cimpar’s vortrekliche Schrift de fractuva
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6) S. Pet. Camper 1 « vottrefliche Schrift de fractuva patellae.