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§•- 54.
Eine künstliche, aus mit ein wenig Honig versetzter Hausenblasen-Auflösung gefertigte Membran von mehr als doppelter Papierdicke, hält den Alcoliol nicht zurück; läfst daher damit verschlossenen Weinjessig sauer werden.
§. 55.
Und damit ich dahin wieder zurückkehre, wovon ich bey diesen Versuchen ausgegangen war,* *) nämlich zu anatomischen Präparaten, so darf ich hier auch wohl meiner vielen Bemühungen gedenken, über Praeparaten gestandenen, mehr oder weniger verdorbenen W eingeist, wieder brauchbar herzustellen.
Nach gar mannigfaltigen, theils selbst ersonnenen, theils von verschiedenen Chemikern angerathenen Processen, deren Erzählungen um so überflüssiger seyn würde, als sie keinen genügenden Erfolg gewährten, fand ich Folgenden, noch als einen der vorzüglichem:
1) Lasse man einen solchen Weingeist, um die gröbsten Unreinigkeiten, besonders Fet
tigkeiten zu beseitigen, durch ein Filtrum mit Thon- oder Pfeiffenerde laufen.
2 ) Versetze man ihn mit Salzsäure, um das in ihm befindliche flüchtige Laugensalz zu
einem Salmiak zu binden, welcher bey der nachherigen Destillation nicht in die Vorlage mit übergeht, sondern im Kolben oder in der Retorte zurückbleibt.
5) Lasse man ihn durch ein Filtrum mit Kalk laufen, um die allenfallsige Uebersäuerung zn 11 entrai Liren.
4) Destiilire man ihn, mit nicht gar zu heftigem Feuer; doch nicht bis zur Trockenheit.
Für die naturhistorischen Wissenschaften würde es sehr förderlich seyn, wenn Jemand sich das Verdienst erwürbe, eine noch bessere Methode zu ersinnen, oder eine von ihm bereits Erprobte, öffentlich bekannt zu machen.
Gar manche wichtige Präparate und interessante Thiere gehen zu Grunde, weil man theils die Mühe, theils die Kosten scheut, verdorbenen Weingeist durch reinen zu ersetzen. Sehr vieles würde zuverlässig erhalten werden;, wenn man die Kunst verstünde, verdorbenen Weingeist zu nochmaligem Gebrauche vollkommen wieder herzustellen. Ein solcher Gewinn wäre für grofse Sammlungen keine Kleinigkeit!
§. 56.
Schliifslich wünsche ich, dafs gegenwärtige Abhandlung, eine den drey Vorigen gleich günstige Aufnahme finden möge; besonders bey Herrn von Mo ns, Hr. S. Casse beer, H. A. Vogel und H. vonYelin, welcher meine Versuche eigener sinnreicher Erweiterungen würdigte, in einer Abhandlung*) deren Herausgabe ich mit größtem Verlangen entgegen seiie,
*) Denkschriften. Dritter Band. Seite 273. ^
*) S. Denkschriften unserer königl, Akademie der- Wissenschaften im siebenten Bande S. 253.
Meine Abhandlung im siebenten Bande der Denkschriften, erfordert Folgendes :
Seite 247. Zeile 7. nach that fehlt ich. S. 24g. Z. 7. nach mich setze in Saus sure ’s l'Hygrométrie. $. 244. S. 245. S. 249. letzte Zeile 292. statt 2ß. S. 254* Z. 3. von unten war statt wäre. S. 256. Z. 1.4. gespannt statt gesperrt. S. 236. Z. 17. Seite statt Höhe. S. 257. Z. 13. Abscltcidung der geistigen Theilchen von den w ä s *- rigen. S. 239. Z. 3. von unten extractive. S. 263. Z. 2. von unten Freezing.
Auf der Tab. XVI. nutfs bey 1816 April eine blofs punktirte nicht ausgezcïgene Linie sich befinden und bey May 93 stau 92 stehen. _