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fälschtem Zinn, wie solche zu Orgelpfeiffen zubereitet zu werden pflegen. Zu kleinen Dekeln darf die Platte nur den vierten Thetl einer französischen Linie, zu großen Dekeln aber den dritten oder höchstens den halben Theil einer Linie dik seyn. Will man seinen Präparatenvorrath auf einmal auf die jezr zu beschreibende Art verschließen, so kann man mittelst eines Maaß« stabs und Zirkuls die Mündungen der vollen Gläßer auf anein- andergereihete Bogen Papier leicht verzeichnen, und genau bestimmen, wie groß, breit und lang die Zinnplatten seyn müßen, und wie viel man deren zur Bedekung der Gläßer nothwendig f habe. Um den Leser aber auch in Stand zu sezen, voraus berechnen zu können, wie viel er Zinn zu den Platten nothwendig habe, will ich das Gewicht von einigen hier angeben. Eine in Wirtenberg verfertigte Platte aus gutem Probzinn, die an dem einen Ende eine Viertels - an dem andern eine Drittelslinie dik, drei Schuh und drei Zoll lang, und neun und einen halben Zoll breit war, wog drei Wirtenbergische Pfund. Eine andere zu Hannover verfertigte Platte, die fast durchaus eine Viertels- linie dik war, in der Länge drei Schuh und neun und einen halben Zoll, und in der Breite neun Zoll hatte, wog drei und ein achtel Pfuno. Man hat sehr darauf zu sehen, daß die
Platten von reinem Zinn verfertiget werden, weil die saure Theile des Weingeists die Bleiantheile eines verfälschten Zinns auflösen, den Weingeist trüben, und einen gelblichten Bleikalk
auf