Je mehr ein Mensch auf irgend eine Art, z.B. durch Blutverlust oder Abführungen geschwächt wird, desto reizbarer werden seine Muskeln. Wegen des schwächern Körperbaues ist daher das weibliche Ge­schlecht auch meist reizbarer, als die Männer; Ent­zündung vermehrt, vielleicht auf entgegengesetzte Art durch Spannung, nicht durch Schwächung, die Reiz­barkeit

Mäßige Spannung verstärkt die Reizbarkeit, z.B. wenn das Herz vom Blute ausgedehnt wird; wenn der Darmcanal aufgeblasen oder die Harnblase ange­füllt wird l . Zu große Spannung oder Ausdehnung schwächt, tilgt und zerstört freylich die Reizbarkeit. Kleine Thiere scheinen reizbarer, als große. Kaltblütige Thiere sind mitunter sehr reizbar §. 22 .

Auch scheint eine angebohrne Verschiedenheit im Grade der Reizbarkeit Statt zu finden, so daß z.B.

ner Tabula Baseos Encephali Francofurti ißoo ange­geben

§) Haller Elem. Plays. Tom. 4. pag. 453.

1) Siehe J. P ugh p. 34.

2) Frigida animantia, maxime imtabilia, calore' latente adfatim abundant. Principium irritabilitatis in ani- malibus frigidis a calore latente, in animalibus calidis, a calore libero efficaciter adilatur et fovetur. J. X. Poli in seinem wunderschönen Werker Testaceae utrius- «pie «Siciliae p. CC.