Werden sie mit Kochsalze, oder noch besser in Salpeter gebeizt oder eingepöckelt, so wird ihre Röthe dunkler *. *

Je röther, dunkler die Muskelfaser, desto we­niger geht durchs Austrocknen von ihr verlohren.

Doch scheint das Herz nie so rothe, so weiche, so locker liegende, so durchsichtige Fasern, als ein ande­rer Muskel zu haben; seine Fasern sind bräunlicher, härter, dichter, undurchsichtiger.

Die Muskelfasern der Gliedmassen, des KopfeS und des Rumpfs kommen mit den Muskelfasern deS Darmeanals, der Harnblase so ziemlich überein: allein was man Muskelfasern derArterien, was man Mus-

5) Das Fleisch der Mägen von körnerfressenden Vögeln hat wegen seiner eigenen fächrigen Verwebung mitSeh- nenfafern ein bläuliches Ansehen, ist auch härter, dichter und von anderm Geschmacke, als das übrige Fleisch» Gut abgebildet von Muys lad. 2. fig. 10.

Auch ist es bekannt, daß das Fleisch des Herzens und der Zunge eines Thieres nicht nur ein anderes Ansehen hat, sondern auch gekocht oder gebraten merklich anders, als sein übriges Fleisch schmeckt. Worin liegt der Un­terschied der Farbe des Fleisches des Lachses vom Fleische des Karpfen, oder Hechtes?

Worin liegt im Lachse der Unterschied des dunkelen Flei­sches von dem hellen?

Daß Röthe kein wesentlicher Charakter der Muskelfa­ser ist, lehrt unter andern das blaffe, oder auch weiße, ganz durchsichtige und dennoch rege Fleisch der kleinen Fische.