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Wärme entzogen wird, welche wiederkehrt, sobald die Arterie daS Blut wieder einbringt.
2 ) Daß die an Arterien reichsten Theile auch die wärmsten sind.
'3) Daß die Warme des Körpers mit der Bewegung des Bluts im Verhältnisse steht. Je ö'ter nämlich in einer gegebenen^Zeit einem Theile warmes Blut zugeführt wird, desto mehr wird er auch erwärmt werden. Je seltener, desto weniger; hört die Bewegung auf, so hört auch die Warme auf, kehrt die Bewegung wieder, so kehrt auch die Warme wieder. Kinder haben weniger Warme, weil ihr Blut dünner ist; alte Leute hingegen, weil sie weniger Pulse haben. Schrecken macht Schauder, weil er den Kreislauf stört. Blutverlust kühlt. An Blutungen Sterbende erkalten früher, alS andere. Und wenn auch zuweilen eine größere.Wärme bey wenigem Pulsen, und eine geringere Wärme bey mehrern Pulsen bemerkt wird, so kann die Ursache dieses Unterschieds in der mannichfaltigen Beschaffenheit des Blutes, in der verschiedenen Dichtigkeit der Gefäße, oder in einer zu häufigen oder zu geringen Ausdünstung liegen. Auch zeigt sich nicht allemal Kälte nach dem Thermometer, wenn die Kranken über Kalte klagen, sondern eine unangenehme Empfindung wird von ihnen für Kalte gehalten.