Hindernisse des Blutlaufs in den Arterien.

§. 79 -

Allein von der Geschwindigkeit des Blutlaufs durch die Arterien scheint, nach den Grundsätzen der Mechanik, vieles abzugehen.

1) Weildiein eine Summe vereinigte Mün­dung der feinsten Arterien offenbar größer ist, als die Mündung der Aorte, folglich vom Antriebe des Blutes wie in ein erweitertes Gefäß, oder wie bey einer Arteriengeschwulst, wegen der Dertheilung der Kraft des Herzens auf eine größere Oberfläche viel von der Größe der Kraft verlohnen geht. Denn ein Blutkügelchen muß seine Kraft auf viele Kügelchen vertheilen. Wahrscheinlich findet man daher aus dieser llrsache in Artericngeschwülsten ringsum geronnenes Blut anliegen.

2) Weil die Arterien, je feiner sie sind, desto dicke reHaute (§.zq.) haben, sich dem Blute, welches sie auödehnen will, kräftiger widersetzen, folglich mit desto mehrerer Beschwerlichkeit ausgedehnt werden.

Z) Weil die Reibung desto ansehnlicher seyn muß, je 3) ansehnlicher die Menge von Aesten ist, je b) länger, c) feiner und d) gekrümmter diese Aeste sind, und e) je schneller sich das Blut durch si'L, bewegt. Je entfernter also ein Theil vom Herzen ist, desto mehr geht in ihm von der Geschwindigkeit