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Scheidewand des Herzens.

§. 27.

Die Scheidewand zwischen den Kammern des Herzens ist durchaus fleischig, an der Basis am stärk­sten, gegen die Spitze zu aber dünner, und gehört zwar größtentheilß, doch nicht völlig, der Aortenkammer. Gegen die Höhle der Lungenkammer erscheint sie ge­wölbter, und besteht an beiden Seiten aus netzförmi­gen Fleischfasern, welche um so feiner sind, je tiefer sie liegen. So löcherig sie auch aussieht, geht doch kein Loch, ausser selten, aus einer Kammer ln die andere über 4 .

Die Scheidewand ist der festeste Theil, des Flei­sches des Herzens.

Anfangsklappen der Aorte.

H. 28.

Aus der Aortenkammerführt ein ansehnlicher Weg in die Aorte, an deren Anfänge sich wie am Anfänge der Lungenarterie drey vollkommen ähnliche halb­mondförmige Klappen, eine vordere, eine hintere und eine untere, finden, die aber durch­aus in dem Verhältnisse, in welchem die Aorte die Lungenarterie an Stärke übertrifft, viel stärker und

j) Wenigstens Morgagni will solche Löcherchen gesehen haben. Epist. anatom. XV. Nro. 62.