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Klappe der untern Hohlvene.

§. 15.

Die Gränze zwischen der untern Hohlvene und dem Hohlvenensacke bestimmt die aus einer Verdoppe­lung der innersten Haut der Hohlvene gebildete halb­mondförmige Klappe. Ihre breiteste Stelle spielt zwi­schen einer Linie und sechs Linien, und bedeckt daher bald mehr bald weniger von der Mündung derHohl- vene. Sie liegt senkrecht mit aufwärts gekehrten Hörnern, und schwillt durch das herunter rinnende Blut an. Ihr hinteres bisweilen doppeltes Horn nimmt gemeiniglich von der linken Säule des ovalen Rings seinen Ursprung; selten entspringt es mehr links entweder von dem Muskelstreifen, der um die Kranzvene liegt, so daß sie mit der Klappe dieserVene in eins fortgeht, oder von dem muskulösen Anfänge des rechten Herzohrs.

Indem diese Klappe an der Mündung, der untern in ihren Sack sich öffnenden Hohlvene, links hinabsteigt, wird sie allmahlig breiter, bis sie zur Bildung ihres vorder» weit schmälern, aber länger» Horn es wieder aufsteigt.

Sie wird jedoch sehr verschieden angetroffen: im Kinde zart, in Erwachsenen dicker, vorzüglich am hin­tern Horne. Bisweilen ist sie ganz und glatt, bis-