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augiebt, die chronischen Entzündungen nach Staar- operationen erregt und unterhält. Man sieht diess oft deutlich bei in der vordem Augenkammer liegenden harten Staarresten, welche die Iris lange reitzen; daher trotzen diese Entzündungen meistens eine lange Zeit fast allen angewandten Mitteln, bis endlich die Linse sich mehr und mehr auflöst. Man hört indessen fast nur von rheumatischen oder gichtischen Entzündungen, welche nach den glücklichsten Operationen das Gesicht wieder aufgehoben haben sollen, bei Operirten, welche zuvor keine Spur von Gicht zeigten.
Diese von Druck herrührenden chronischen Entzündungen haben auch das eigne, dass sie oft erst später, zwei und mehrere Wochen nach der Operation, ohne bekannte hinreichende Veranlassung erscheinen, lange ohne grosse Veränderung andauern, während das Gesicht sich allmählig wieder trübt. Oft ist dieses wohl nicht Folge von wirklicher Amaurose; sondern von trüben, membranösen Ausschwitzungen, welche die Retina überziehen und so das Gesicht sehr beeinträchtigen oder wieder aufheben. Hier scheint gerade die allmählige Senkung der Linse die Ursache; eine schnell auf die Retina niedergedrückte Linse