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Auges befestigt, imcl dasselbe war nach dreizehn Monaten in einem andern Auge der Fall. ( In allen Fällen, wo die Linse sich noch vorfand, lag sie fast gerade nach unten auf dem Faltenkranze und hatte sich daselbst ein vertieftes Lager, gleichsam ein Bett gebildet. Dieses beweiset einen mehr oder minder starken Druck, indem es in der Mitte vertieft, im Umfange erhöht war, und Ifyaloidea, Choroidea und Retina daselbst verändert und ver­dickt erschienen. Vermuthlich ist die Staarlinse nicht allemal sogleich bei der Reclination in diese Lage gebracht worden; sondern sie scheint zu­folge ihrer Schwere nach und nach in der Glas­feuchtigkeit zu Boden zu sinken, indem diese ent­weder zerrissen ist, oder die dünnen Schichten der Glashaut ihr nach und nach weichen; daher die fast gleiche Lagerung am Boden des Auges in allen Fällen. Dieses ist, wie es scheint, am häu­figsten bei dem minder auflosslichen, weit festeren und wohl auch schwereren Kern harter Staare der Fall.

Ich vermuthe aus den organischen Verände­rungen, die durch den Druck der Linse hervor­gebracht werden, dass doch die im Auge zurück­gebliebene Linse häufiger, als man gewöhnlich