sehen dennoch minder klar; oft hindern nämlich ganz feine, halb durchsichtige Fädchen und Mem­branen das Gesicht weit mehr, als man erwarten sollte, da doch selbst bedeutende Trübungen der sinh verdunkelnden Staarlinse dem Gesicht, bei angemessenem Lichtgrade, weniger Eintrag thaten.

Ich glaube, diese Verschiedenheit des deut­lichen Sehens oft bloss in der unregelmässigen Form der die Strahlen brechenden innern Gebilde des Auges, nicht in ihrer geringem Durchsich­tigkeit suchen zu müssen. Allgemein bekannt schaden bei optischen Instrumenten die sogenann­ten Rammen und Flieren, dass heisst, ganz dünne Streifen und Schichten im Glase, mehr der Deut­lichkeit des Bildes, als einzelne, wenn auch grosse, dunkele Fleckchen und Bläschen auf demselben. Centralstaare sind daher dem Gesicht oft wenig hinderlich. Die trübe Linse lässt bei beginnen­dem Staar weniger Lichtstrahlen durch, allein in gleichem Grade mit der allmähligen Verdunke­lung steigt auch die Iieceptivität der Retina; viele anfangende Staarblinde sind für Sonnenschein sehr empfindlich; sie sehen am besten in massigem Lichte, bei weiter geöffneter Pupille, wodurch etwas mehr Strahlen einfallen. Die wenigen Strah-