52
ist, ihrer Dichtigkeit nach, mehr von der Luft verschieden, als die Linse und die Feuchtigkeiten des Auges unter einander, da sie sich in ihrer Brechungskraft des Lichtes alle ungefähr wie Wasser zur Luft verhalten. Man sieht daher sehr schlecht und nur trübe, wenn man mit offenen Ansen unter Wasser taucht, und aus diesem Was- ser in die Luft sehend, erkennt man vollends fast nichts als hell und dunkel, wie ich diess mehrmals versucht habe.
Eine Formveränderung oder Entfernung der Linse ist von geringerem Einfluss auf das Sehen, als eine Formveränderung der Cornea. Die Brechung der Strahlen durch die Linse ist nicht noth- wendig zum Sehen; nach extrahirter oder zersor- ter Linse sehen manche Operirte, zumahl gerade aus, in der Richtung der Sehaxe, noch recht gut; obgleich, wie es scheint, mit etwas mehr Anstrengung, erst nach längerem Fixiren des Gegenstandes und nur in gewissen Entfernungen, weniger in sehr verschiedenen Distanzen.
Manche Augen aber, bei denen die Opera -‘ 7 tion eben so leicht vorüber ging, wo keine von aussen sichtbare Trübung das Gesicht hindert,