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jener furchtbaren Revolution aus, welche auch bald über Mainz hereinstiir- men und den friedlichen Musensitz, die stille Wiege seiner geistigen Bestre­bungen zerstören sollten, Aber wenn ein freundlicher Genius Sömmerring bisher auf seiner ganzen Lebensbahn schützend begleitet hat, so offenbarte er sich auch in dieser kritischen Periode, wo ihm sein stiller Friedenssitz und der Kreis liebender Freunde entrissen wurde, indem er ihm kurz zuvor die liebende Gefährtin zugeführt, die ihm nach der Zertrümmerung seines ruhigen Glücks, ein friedliches Asyl für die Stürme des Lebens und einen sichern Ruhepunkt für seine literarischen Arbeiten bereiten sollte. Er vermählte sich nemlich im Jahr 1792 mit Margaretha Elisabetha Grunelius, aus einem der angesehensten Han­delshäusern in Frankfurt am Main, die sich sowohl durch Anmuth als geistige Bildung und edlen, sanften Character auszeichnete.

Nach der Wiedereinnahme von Mainz kehrte er noch einmal dahin zurück, kam aber bald um seine Entlassung ein, die er auch erhielt, und lebte von nun an in Frankfurt, heiter im Kreise seiner Familie, den Wissenschaften. Hier vollendete er sein Werk vom Baue des menschlichen Körpers, und seine mit gediegenen Gründen unterstützte Meinung, dass die Substanz des Herzens von Nerven entblösst sey, machte allgemeines Aufsehen. In kurzer Zeit auf einander erschienen eine Schrift über das Organ der Seele, welches er in der dunstförmigen Flüssigkeit der Hirnhöhlen sucht, deren Wände sich nie berüh­ren und die Ursprünge oder Gehirnenden der Nerven enthalten, welche von derselben unaufhörlich bespült werden, so wie diese wieder wechselseitig auf die Flüssigkeit der Gehirnhöhlen wirken; tabula sceleti feminini juncta des- criftione; die sehr lehrreichen Abbildungen menschlicher Embryonen; eine Reihe von Darstellungen der Eigebikle im Menschen von der frühesten Zeit bis in den dritten Monat, und dann die durch Genauigkeit und Eleganz alles was je von anatomischen Darstellungen geliefert worden, weit übertreffende Abbildung der Basis des Gehirns. Endlich erschienen die Abbildungen des menschlichen Auges, welchen nach und nach die der übrigen Sinn-Organe folgten, die durch ihre hohe Vollendung im Gebiete der anatomischen Literatur